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Die historische Uhr im Hotel Bad
Mitte des 19. Jh. hieß der Besitzer Johann Baptist Beha. Er war der Urgroßvater der jetzigen Wirtin und ein weit über die Grenzen des Schwarzwaldes hinaus bekannter Uhrenmacher. Er baute Kuckucksuhren in großen Serien. Durch sein handwerkliches Können und seine kaufmännische Geschicklichkeit hat er wesentlich zum Aufblühen des Schwarzwälder Uhrmachergewerbes beigetragen, und durch seine Verbindung mit englischen Handelshäusern kam die Familie zu Wohlstand und Reichtum.
J.B. Beha baute aber nicht nur Kuckucksuhren, sondern er beschäftigte sich auch mit anderen Problemen der Uhrmacherkunst. So fertigte er z.B. eine Weltzeituhr an, die heute noch im Hotel BAD in der Gaststube zu bewundern ist. Das Pendel hat eine Länge von 2,5 Meter, ein Gewicht von 65 kg und ist ein Stockwerk höher aufgehängt. J.B. Beha verwendete bei dieser Weltzeituhr ein Kompensationspendel, eine Einrichtung, welche in der damaligen Zeit im Schwarzwald beachtliches Aufsehen erregte. Die Scheibe des Pendels hat einen Durchmesser von 50 cm. Die Uhr ist in eine Wand eingebaut, so daß sie von zwei Seiten aus zu sehen ist. Auf dem doppelseitigen Zifferblatt sind die Weltzeiten der Städte London, Petersburg, Paris, Konstantinopel und New York abzulesen.
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Die Chronik des Hotel Bad
Das heutige Hotel-Gasthof BAD in Eisenbach hat eine lange Vergangenheit. Die Entstehung des Hauses läßt sich nicht mehr feststellen, jedoch auf Grund von Akten des Fürstlich Fürstenbergischen Archivs in Donaueschingen läßt sich mit Sicherheit sagen, daß der Bau zwischen 1570 und 1662 entstanden sein muß. Außerdem ist aus diesen Akten zu ersehen, daß das Haus von Anfang an eine Gastwirtschaft war und zuerst nicht "BAD", sondern "Brückle" hieß.
Der Name "Brückle" stammt vermutlich daher, daß der Eisenbach in unmittelbarer Nähe am Gebäude unter einer Brücke vorbei fließt. Dieser Bach war bis 1846 auch die Gemarkungsgrenze zwischen Eisenbach und der Stadt Bräunlingen, welche ca. 15 km entfernt liegt. Diese Gemarkungsgrenze war lange österreichische Staatsgrenze bis 1806 und läßt sich urkundlich erstmals 1561 feststellen.
Zwischen Bach und Straße befindet sich eine Wiese, welche um 1570 wegen Pachtzinsen zum Streitobjekt zwischen Fürstenberg und Österreich wurde. In diesen Streit griff zuletzt der österreichische Erzherzog persönlich ein und Bräunlingen kam zu seinem Recht. In einem ausführlichen Verzeichnis über Hütten- und Güterzinsen aus dem Jahre 1662 ist dann das Gasthaus erwähnt. Es waren in Eisenbach 22 ganze und 3 halbe Hofstätten vorhanden.
Und so entstand der Name "BAD":
Der Name gründet sich eindeutig auf den Badebetrieb, der im Haus schon vor über 100 Jahren betrieben wurde. Angeboten wurde damals eine eisenhaltige Quelle sowie Fichtennadelbäder. Eingerichtet wurde dieser Badebetrieb vom damaligen Besitzer, einem Stabsarzt namens Stärker. Aus mündlichen Überlieferungen alter Bürger weiß man allerdings, daß schon im 18. Jh. Fremde angereist kamen, um Wasserkuren zu nehmen:
Ursprung der Quelle und die Mineralwasserfabrikation:
Der Stollen, aus dem die Mineralquelle hervortritt, ist 200 Meter lang in den Fels gehauen. Eisenbach verdankt seine Entstehung den Bergwerken, welche von 1520 an ca. 150 Jahre lang in größerem Umfang betrieben wurden. Es wurde Brauneisenstein abgebaut. Beschäftigt waren etwa 60 Bergleute. In dieser Zeit ist der Stollen entstanden.
Von 1904 bis 1969 wurde vom Hotel-Gasthof BAD eine Mineralwasserfabrikation mit Abfüllanlagen betrieben. Mehrere Gutachten von vereidigten Sachverständigen bezeugen eine einmalige chemische und hygienische Wasserqualität und Reinheit, welche von einem Sachverständigen einmal als die beste unter tausend Schwarzwaldquellen bezeichnet wurde.
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